Die Lenne im Lennegrund

Die Lenne entspringt als höchstgelegene Quelle Nordwest-Deutschlands am Kahlen Asten auf 820m ü. NN. Als intermittierende Schichtquelle, die an einer undurchlässigen Tonschicht in kurzen Abständen mehr oder weniger regelmäßig fließend austritt, wird sie durch Niederschläge und Grundwasser gespeist. Sie zerteilt den Berg nach Westen hin und durchfließt ein Tal, das aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und den preisgekrönten Dörfern zu den schönsten Tälern in Deutschland zählt. Das idyllische Handwerkerdorf Westfeld liegt als erstes Dorf an der Lenne, die auf einer Länge von 29,8km das Stadtgebiet Schmallenberg durchquert. Sie ist mit 128,2km der größte Nebenfluss der Ruhr und mündet am Fuße der Hohensyburg in dieselbe.

Mäander heißt fest umschlungen

Vom Rothaarkamm hinunter ins Lennetal blickend, sieht man ganz deutlich das verschlungene Flussbett der Lenne. Verringert sich das Gefälle eines Flusses oder Baches neigen die Gewässer – wie hier die Lenne – dazu, im relativ weichen Untergrund ein verschlungenes Flussbett zu entwickeln – sie mäandrieren. Der Volksmund würde sagen: “Der Fluss darf sich noch drehen und wenden, wie es ihm gefällt.” Die Österreicher benutzen das Wort “mäandern” für “unentschlossen sich herumwinden”.

Die nachfolgenden Langzeitaufnahmen zeigen die noch “junge Lenne” im Lennegrund, bevor sie das erste Dorf erreicht.